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Parteien auf 1897: Die EDU

Von Daniel Frey | 29. Juli 2010

Die Eidgenössische Demokratische Union ist auf Bundesebene im Nationalrat und in verschiedenen Kantons-, Stadt- und Gemeindeparlamenten vertreten. Für die wertekonservative, bibeltreue und EU-kritische Partei ist Homosexualität eine Krankheit und Sünde.

An einer Sitzung des Zürcher Kantonsrates vor der EuroPride in Zürich im letzten Jahr erklärte EDU-Kantonsrat Michael Welz in einer Fraktionserklärung, dass das Festival den “homosexuellen Arbeitsstil” propagiere. Er brachte diesen “Lebensstil” mit einem hohen “Aids-, Depressions- und Selbstmordrisiko” in Verbindung. Homosexualität sei “weder gottgewollt noch gesellschaftsfördernd”. Welz beendete seine Erklärung damals mit dem Ausruf: “Gott schenkt Befreiung aus der Homosexualität”.

Nach Absprache mit den Fraktionspräsidenten und den anderen Parteien erklärte anschliessend der bekennende schwule Kantonsrat Hans Peter Portmann (FDP) die Tirade der EDU sei “empörend, diskriminierend und verfassungswidrig” – und erhielt vom Rat einen langen Applaus, was in politischen Debatten absolut unüblich ist.

Das letzte Wort wollte natürlich die EDU und EDU-Fraktionspräsident Stefan Dollenmeier meldete sich zu Wort: “Gleich wie Alkohol und Nikotin sei auch die schwule Lebensform gesundheitsgefährdend. Die Raten für Suizid, Depressionen und Aids seien bei Schwulen nachweislich höher.” … Kantonsratspräsidentin Regula Thalmann entzog daraufhin dem EDU-Fraktionspräsidenten das Wort. Sie toleriere nicht, dass religiöse und gesellschaftliche Grundsätze in dieser Art im Kantonsrat diskutiert würden.

Fortsetzung folgt!

Topics: Parteien | 1 Kommentar »

Ein Kommentar zu “Parteien auf 1897: Die EDU”

  1. Marie Karsten meint:
    2. August 2010 at 21:40

    Kinderschänder for President … ,…

    I found your entry interesting thus I’ve added a Trackback to it on my weblog :)

Kommentare